Da reißt ein Mann
plötzlich
die Türe auf und stürmt herein. Er hat eine langen grauen Mantel an und eine große Aktentasche in der Hand . Seine schwarzen Haare sind wild
zerzaust . Er sieht blass aus.

Ich stehe hinter meiner Theke und frage ihn freundlich:
"Sind Sie auch in Hetze? Oder hat Sie Ihre Freundin verlassen?
Ach, entschuldigen Sie bitte, aber ich bin manchmal etwas aufdringlich!
Also, möchten Sie erstmal eine heiße Tasse Kaffee?"
Der Mann, der immer noch etwas verstört wirkt, nickt nur. Ich betrachte ihn neugierig, wie er hastig den Becher mit dem frischgebrauten Kaffee schlürft. Eigentlich hätte ich gerne etwas über
das Problem des Mannes
erfahren, aber der macht nicht den Anschein, als hätte er Interesse an einem Gespräch mit mir.
Als er seinen Durst gelöscht hat, kramt er schnell ein Zweimarkstück aus seiner Hosentasche , legt es auf den Ladentisch und will wieder los . „Ja, halt! Ihr Kaffee war von Eduscho. Der kostet mehr als die anderen. Bitte, fünf DM. " Der Mann dreht sich noch einmal zu mir um, öffnet die dunkle Tasche, die er mitgebracht hat und kramt einen Geldbeutel hervor. Als ich einen Blick darauf werfe, sehe ich deutlich einen Ausweis in der vorderen Tasche des Geldbeutels. Darauf kann man lesen:
Frank Brinkholz - Computerfachmann.
„Ah, Herr Brinkholz ist also Ihr Name. Schön, schön."
Der Besucher schaut auch neugierig auf den Ausweis, schließt das Portmonee dann aber hastig, legt das Fünfmarkstück auf die Ladentheke und verschwindet.

„Seltsamer Mensch", denk ich bei mir, „was is'n dem für 'ne Laus über die Leber gelaufen ?"

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