PRAGMATISCHE UND FIKTIONALE KOMMUNIKATION
Konventionen der sprachlichen Handlungen :  -----------------------
Sprachgebrauch als Zuordnung Signifikant/Signifikat 
: 
Konvention der (Hetero-) Referentialität:

Bezug aller Äußerungen auf das als wirklich unterstellte Wirklichkeitsmodell - Referenz - incl. praktischer Konsequenzen

Konvention 
der 
Fiktionalität:

Aussetzung der Gültigkeit von Referenz- und Konsequenz-Anweisungen:

>>>Auto-Referentialität

automatisiert

lebensweltlich-alltäglich  

auf allen Sprachebenen
(Mikro-, Diskurs-, Makro-
Ebene): 

Gebrauchstexte / Sachtexte I (entsprechend der jeweiligen Textsortenfunktion)  - Unterstellung einer möglichst unmittelbar identifizierbaren Intention und erwartbaren Reaktion  - Tendenz zur Eindeutigkeit / Monosemie
Literarische Texte I   (unterschiedliche Gattungen)  - Erfahrung der „Außendifferenz" zur Alltags-Kommunikation/-Sprache  - trotz Außendifferenz: auch hier zunächst Bemühung um Monosemierung   - Ziele im Zusammenhang mit Fiktionalität (Als-ob-Charakter): einerseits Ich-Stärkung, andererseits Ich-Entlastung
ent-automatisiert

auch alltäglich möglich 

poetische / Verfremdungs-Verfahren (Singularität, Unterstrukturierung / Rekurrenz, Überstrukturierung)  

auf allen Sprachebenen 
(Mikro-, Diskurs-, Makro- Ebene): 

Gebrauchstexte / Sachtexte II mit rhetorischen Verfahren  - einerseits erwünschte Monosemie / zweifelsfreie Referenz- und Konsequenz-Erwartungen   - möglich: Polysemie durch Verfremdungen, bei unveränderten Referenz- und Konsequenz-Erwartungen;  i.a. lustvolle Auflösung der Polysemie >> Monosemierung
Literarische Texte II  (Fiktionalität/Auto-Referentialität + dichte Polyvalenz)  - Polysemie / unabschließbarer Prozess der Sinn-/ Bedeutungszuschreibung   (Semiose)  - „Ziele": Ich-Infragestellung und Fremdheitserfahrung 
 
 

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( © Dieter Schrey 1997)