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Kohlhaas'
Grundgefühl und "Rechtgefühl"
Michael Kohlhaas: „Gerechter
Krieg“ / „Geschäft
der Rache“:
(s. dazu auch: Zusammenstellung von Zitaten)
- persönlich-berufliche Ebene:
„Hauswesen“: Beruf/Familie/Lebensunterhalt, Herse,
Liebe/Fürsorgepflicht gegenüber Pferden
- psychologische Ebene I:
„Rechtgefühl, das einer Goldwaage glich“:
„erlittene Kränkung“
- juristische Ebene:
Unrecht beseitigen / „Recht“ schaffen
- moralische Ebene
(Verantwortungsethik):
„mit seinen Kräften der Welt in der Pflicht
verfallen“/„ zukünftige Sicherheit für
Mitbürger“
- politische Ebene:
„öffentliche Gerechtigkeit“ / in einem Lande zu
leben, in dem das Recht geschützt wird
- psychologische Ebene II:
„mit seinen Kräften der Welt in der Pflicht
verfallen“ / Selbstbewusstsein
- psychologische Ebene III:
narzisstisch: „seine Seele sei auf große Dinge gestellt“ /
„innerliche Zufriedenheit, seine eigne Brust in Ordnung zu sehen“
- philosophische Ebene:
„Freiheit, die mir nötig ist, mir mein Recht zu
verschaffen“
- universale Ebene:
„Schmerz, die Welt in einer so ungeheuren Unordnung
zu sehen“ / „Arglist, in welcher die ganze Welt versunken, zu
bestrafen“ / „zur Errichtung einer besseren Ordnung der Dinge“
- religiöse Ebene:
„Werk Gottes, Unordnungen Einhalt zu tun“
- mythologisch-apokalyptische
Ebene:
Handeln als „Statthalter Michaels, des Erzengels“ /
„provisorische Weltregierung“
- existenzielle Ebene:
„es hat mich meine Frau gekostet; Kohlhaas will der Welt
zeigen, dass sie in keinem ungerechten Handel umgekommen ist“

© Dieter Schrey 2007
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