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     Zu: JOSEPH VON EICHENDORFF
     »AUS DEM LEBEN EINES TAUGENICHTS«
     Erarbeitet von Dieter Schrey
     in der Reihe "Texte.Medien". Hrg. P. Bekes/V. Frederking
     Schroedel 2009

»Die Liebe – darüber sind nun alle Gelehrten einig – ist eine der couragiösesten Eigenschaften des menschlichen Herzens, die Bastionen von Rang und Stand schmettert sie mit einem Feuerblicke darnieder, die Welt ist ihr zu eng und die Ewigkeit zu kurz. Ja, sie ist eigentlich ein Poetenmantel, den jeder Phantast einmal in der kalten Welt umnimmt, um nach Arkadien auszuwandern.  [...]«

  J. von Eichendorff, Der Taugenichts

Eichendorff "Taugenichts"
 

Joseph von Eichendorff
Der Taugenichts
Erarbeitet von Dieter Schrey

Copyright © 2009 Bildungshaus Schulbuchverlage / Westermann Schroedel Diesterweg

 

Da steigt einer aus, verlässt seine Heimat, seinen Vater, seine Freunde, den Ort geregelter Erwerbstätigkeit, akzeptiert, "Taugenichts" genannt zu werden, überlässt sich und sein Leben ziellos der eigenen Sehnsucht und höheren Mächten und dabei ist es ihm "wie ein ewiger Sonntag im Gemüte". Eichendorff zeigt den Lesern einen jungen Menschen, der vielleicht das realisieren kann, was den Frühromantikern vorschwebte: das Alltagsleben dem "Rumor" des bürgerlichen Nützlichkeits- und Erfolgsdenkens zu entheben, es zu "poetisieren" und trotzdem sich selbst und den Kontakt zur realen Welt nicht zu verlieren, insgesamt: "sein Glück zu machen" – die Liebe eingeschlossen. Auf diese Weise modellhaft zu leben, ist nach Eichendorffs Auffassung dem Menschen im modernen Berufsleben nicht mehr möglich, sondern nur der Jugend mit ihrem "noch unberührten Gefühl der ursprünglichen Freiheit und der Unendlichkeit der Lebensaufgabe". Wie sehr uns heute in der Situation der globalisierungsbedingten gesteigerten Nützlichkeits- und Leistungsorientierung diese Figur und ihr Lebensgefühl noch angeht, kann sich schlüssig aus der unbeschwerten, spannenden Lektüre dieses romantischen "Klassikers" der deutschen und der Weltliteratur und der Beschäftigung mit seiner virtuosen Erzählweise ergeben.

 

1. Inhalt „Textausgabe »Aus dem Leben eines Taugenichts«
und Materialteil“

A) Text  Aus dem Leben eines Taugenichts     (1826)
(114 Seiten, mit Kurz-Anmerkungen am Rand; zusätzliche Anmerkungen im Anhang)

B) Materialien
(103 Seiten Texte / Textauszüge / Bildmaterial):

Biografie

Lebenschronik

Joseph von Eichendorff  Isegrimm  (um 1820)

Joseph von Eichendorff  Die schöne alte Zeit  (1806/07)

Wolfgang Frühwald  Eichendorff und seine Zeit (1993)

Arbeitsanregungen

 
Entstehung

Hermann Korte  Eichendorffs Arbeit am »Taugenichts« (2000)

Joseph von Eichendorff  »Der neue Troubadour ...«  (1817)

Carel ter Haar  Troubadour oder Taugenichts  (1977)

Arbeitsanregungen

 

Verstehen und Deuten

Aufbruch – Ziellose Fahrt – Fremde

Rüdiger Safranski  Unendliche Fahrten  (2007)

Ludwig Tieck  »Jene zukünftige Welt erhaschen«  (1798)

Novalis  »Dahin, wo die Mutter der Dinge wohnt«  (1802)

Joseph von Eichendorff  Der irre Spielmann  (1817)

Christian Reuter  Schelmuffsky  (1696)

Ingeborg Bachmann  Auch ich habe in Arkadien gelebt  (1952)

Arbeitsanregungen

 
Taugenichts contra Philister

Markus Schwering  Einsamkeit in der nüchternen Alltagswelt  (1994)

Clemens von Brentano  Schlafmützen, Rauchtabak und Kaffeemännchen  (1811)

Joseph von Eichendorff..Zu Pferde in Stürmern und Kanonen (1805)

Günter Schiwy..Jugend – die Poesie des Lebens  (2000)

Achim von Arnim  Der träge Zug im Menschen und die Taugenichtse  (1805)

Thomas Mann  Der Taugenichts  (1918)

Detlef Kremer  Der Taugenichts und die Vögel  (2003)

Hans Poser  Seelische Differenziertheit  (1980)

Joseph von Eichendorff  Der Narr und die Verrückten  (1823)

Arbeitsanregungen

 
Die »vielschöne hohe Fraue« und die Liebe

Joseph von Eichendorff  Venus – Dämonische Liebe  (1819)

Heinrich von Morungen  Aus zwei Minneliedern  (ca. 1200)

Walther von der Vogelweide  Aus: Nemt, frouwe   (ca.1210)

Joseph von Eichendorff  Mariä Sehnsucht..(1808)

Leonardo da Vinci/Guido Reni  Mariä Verkündigung/Engel der Verkündigung  (1475/um 1620)

Joseph von Eichendorff  An Luise  (1816)

Joseph von Eichendorff  Der Soldat  (1814)

Egon Schwarz  Verlockung zum Bleiben  (1979)

Harald Bost  Eine Geschichte aus dem Paradies  (2004)

Arbeitsanregungen

 
Rom – Künstler, Dichter und ihre Gesellen

Joseph von Eichendorff..Götterdämmerung  (1819)

Egon Schwarz  Italien – Das zweifache Rom  (1979)

Oskar Seidlin  Rom – schwebende Entwirklichung  (1965)

Internetportal Italia - Germania – Künstlerleben in Rom  (o.J.)

Joseph von Eichendorff  In blühender Einsamkeit verwirrt und verwildert  (1834)

Arbeitsanregungen

 
Der Ich-Erzähler und die Poesie

Carel ter Haar..Durch Missverständnisse ans Ziel  (1977)

Detlef Kremer  Aus Komödienstoff gewebt  (2003)

Benno von Wiese  Der naive Ich-Erzähler  (1956)

Herbert von der Heide  Die poetische Haltung der Welt gegenüber  (1979)

Hartwig Schultz  Der Wiederholungsstil Eichendorffs  (1993)

Joseph von Eichendorff  Die rechten Leser  (1811)

Joseph von Eichendorff  Die Ursprache des Lebens  (1811)

Joseph von Eichendorff  Wünschelrute  (1835)

Novalis  Romantisieren  (1798)

Arbeitsanregungen

 
Wirkung

Hartwig Schultz  Eichendorffs Lieder  (2001)

Taugenichts-Rezeption (1826 – 1907 – 1969/1971 – 2007)

Schriftsteller über den Taugenichts (1857 – 1917/18 – 1958)

Theodor W. Adorno  Absage ans Herrschaftliche  (1958)

Arbeitsanregungen

 
Mediale Gestaltung

Der Taugenichts im Bild (1842/1914)

Der Taugenichts im Film  (1972/1977):

Bernd Perplies  Zu Sinkels »Taugenichts«-Verfilmung  (2000)

Der Taugenichts auf dem Theater:

Wolfgang Maria Bauer  Theaterfassung des »Taugenichts«  (2004)

Der Taugenichts im Lied:

Robert Schumann Der frohe Wandersmann (Liedanfang)  (1840)

Arbeitsanregungen


C) Textquellen / Bildquellen / 6 Seiten mit Anmerkungen



2. Inhalt „Arbeitsheft für SchülerInnen"
(32 Seiten Materialien / Arbeitsaufträge)

Biografie

Lebensgefühl 1800 ff. – „es geht um die gesamte Existenz“  4

Lebensgefühl 1800 ff. – „das Große, Edle und Schöne“  5

Lebensgefühl 1800 ff. –  zweimal „Heimkehr“  6

Romantische Liebe  8

Wie in Fesseln  10

 Entstehung

Volkstümliches Dichten  11

In der Werkstatt des Autors  12

 Verstehen und Deuten

Aufbruch – Ziellose Fahrt – Fremde – Heimkehr

Taugenichtsstunden  14

Taugenichts’ Alternativen  16

Verwechslungskomödie 18

Von wilden Wäldern und martialischen Räubern  19

Blicke auf Rom  20

Vorübergehende „große Vakanz“ und/oder „ewiger Sonntag im Gemüte“  22

Philister unter sich?  23

Geschichte einer Liebe  24

Reisen – eine Metamorphose?  26

 Wirkung

»Der Taugenichts« - „Poesie“, „Singsang“, „Pop“, „Rap“, „HipHop“ 1826?  27

„Der Alltag ist schändlich leblos“  28

 Mediale Gestaltung

Die Kahnfahrt mit der schönen Frau  30

Text- und Bildquellen


3. Inhalt „Informationen für Lehrerinnen und Lehrer“