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"Es ist jetzt Mode, von Stimmung zu sprechen
und von In-Stimmung-Kommen.
Aber das In-Stimmung-Kommen bedeutet noch nicht viel. Erst der, der die
ihm gekommene Stimmung: das rätselvoll Unbestimmte, das wie Wolken
Ziehende scharf und genau festzuhalten und diesem Festgehaltenen doch
zugleich auch wieder seinen zauberischen, im Helldunkel sich bewegenden
Schwankezustand zu lassen weiß, erst der ist ein Meister."
(Theodor Strom, Der Sturm; zitiert nach:
Walter Schulz, Metaphysik des Schwebens, 1985)
"Der Dichter ... gleicht dem Seismographen,
den jedes Beben, und wäre es auf Tausende von Meilen, in
Vibrationen versetzt.
Es ist nicht, daß er unaufhörlich
an alle Dinge der Welt dächte.
Aber sie denken an ihn. Sie sind in ihm,
so beherrschen sie ihn.
Seine dumpfen Stunden selbst, seine Depressionen, seine Verworrenheiten
sind unpersönliche Zustände, sie gleichen den Zuckungen des
Seismographen."
(Hugo von Hofmannsthal)
"Was
aber neu ist,
ist die Frage nach dem Satzbau
und die ist dringend:
Warum drücken wir etwas aus?"
(Gottfried Benn, aus: Satzbau)
"Die einzige Moral eines Schriftstellers ist
ein guter Satz, eine genaue Beobachtung. "
(Aharon Appelfeld, FR 31.12.2007)
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