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"Die mediale Kommunikation wird heute, im sogenannten 'Optischen
Zeitalter', nach der 'visuellen Zeitenwende' bzw. im Zeichen der
'Bilderflut`, beherrscht von den Text-Bild- bzw. Bild-Text-Medien. Sie
haben sich seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert überall
durchgesetzt ('pictorial turn') und meist eine Leitfunktion
übernommen. [...] Schon 1931 heißt es in einem im
Boulevardblatt Paris Soir veröffentlichten Leitartikel: »Das
Bild ist unserer Zeit König«. Wir geben uns nicht mehr damit
zufrieden zu wissen, wir wollen auch sehen. Wo Inhalte sprachlich nicht
befriedigend transportiert werden können, oder wo geglaubt wird,
daß sie nicht ankommen, wird versucht, sie durch Bilder oder
Bildfolgen transparent zu machen. Es wird dann visualisiert. Das
bedeutet den Übergang von einer weitestgehend schriftorientierten
Kultur zu einer Kultur der Bild- bzw. Telepräsenz und der
audiovisuellen Diskurse."
(Erich Straßner, Text-Bild-Kommunikation -
Bild-Text-Kommunikation, 2002)
Im Deutschunterricht geht es
immer um mediale Praktiken und deren Reflexion im Zusammenspiel von
Kommunikation und Kognition.
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